Hundeangst bei Erwachsenen ist häufiger als man denkt, und wird oft lange verdrängt. Der Umweg über andere Straßen, die Anspannung beim Besuch bei Freunden mit Hund, das ungute Gefühl im Park: das schränkt ein, kostet Energie und ist manchmal schlicht unangenehm.
Unsere Einheiten helfen Erwachsenen, in einem sicheren Rahmen neue Erfahrungen mit Hunden zu machen: in Ihrem Tempo, ohne Druck, mit zertifizierten Therapiehunden.
Persönliche Begleitung bei Hundeangst: 3 Einheiten à 45 Min. | €95 pro Einheit Inkl. Vorgespräch & Leitfaden für Alltagssituationen
Jede Hundeangst hat ihre eigene Geschichte. Ob unangenehme Begegnung in der Kindheit, ein Schreckerlebnis oder einfach nie gelernte Sicherheit im Umgang mit Hunden: wir schauen uns gemeinsam an, wo Sie gerade stehen und was Sie sich wünschen.
Die schrittweise Annäherung an angstauslösende Situationen, sogenannte graduelle Exposition, ist eine der am besten erforschten Methoden im Umgang mit Ängsten. Wir wenden diesen Ansatz in einem alltagsnahen Rahmen an: mit einem echten Hund, in einer kontrollierten Umgebung, in Ihrem Tempo.
Unser Ansatz beginnt damit, dass Sie die Kontrolle behalten. Wir bestimmen gemeinsam das Tempo – kein Hund kommt näher, als Sie es zulassen möchten. So bauen wir Vertrauen sanft und ohne Druck auf.
Unser Ziel ist nicht, dass Sie Hunde lieben – sondern dass Sie sich in Alltagssituationen sicher und handlungsfähig fühlen. Hundebegegnungen auf der Straße, Besuche bei Freunden, der Park: Das soll wieder selbstverständlich sein.
Wir arbeiten mit klaren Schritten und beobachtbaren Fortschritten. So wissen Sie immer, wo Sie stehen – und warum das, was wir tun, wirkt
Wählen Sie ein Team aus Ihrer Region. Alle Teams sind staatlich geprüft und spezialisiert auf Menschen mit Hundeangst.
Verena & Mira
Romana & Lotti
Romana ist zertifizierte Therapiebegleithundeführerin und Kinderärztin. Ihre Hündin Lotti ist ein italienischer Wasserhund, 6 Jahre alt. Lotti ist “nicht nur” Therapiehündin, sondern auch Mutter – und behält selbst in hektischen Situationen ihre Ruhe.
Irene & Yoko
Irene ist zertifizierte Therapiebegleithundeführerin und Lehrerin. Ihre Hündin Yoko ist 6 Jahre alt und ein Altdeutscher Mops: sie ist verspielt und lustig, dabei aber ausgesprochen ruhig. Sie begleitet Irene in die Schule und in des Krankenhaus Krems.
Ulli & Paddy
Ulrike ist zertifizierte Therapiebegleithundeführerin und Lehrerin – und bringt ihren Goldendoodle Paddy regelmäßig mit in den Unterricht. Der fünfjährige Paddy ist verspielt, herzlich und hat ein ganz weiches Fell.
1. Buchung & Vorgespräch
Buchen Sie unser Begleitprogramm mit 3 Einheiten über die Website. Im telefonischen Vorgespräch (ca. 15 Minuten) besprechen wir Ihre Ausgangslage, Ihre Wünsche und vereinbaren die ersten Termine.
2. Einheiten mit Therapiebegleithund
3 Einheiten à 45 Minuten in sicherer Umgebung. Nach den 3 Terminen besprechen wir gemeinsam, ob weitere Schwerpunkte sinnvoll sind.
3. Leitfäden für den Alltag
Nach den Einheiten erhalten Sie zwei Leitfäden “Souveräne Hundebegegnungen” und “Zu Besuch bei Hundehalter:innen“. Sie enthalten praktische Infos zu Hundeverhalten und konkreten Handlungsoptionen für typische Alltagssituationen.
Hundeangst ist keine Schwäche, sondern eine erlernte Reaktion. Und was gelernt wurde, kann auch neu gelernt werden. Wir arbeiten nach fünf zentralen Prinzipien:
Verena & ihr Sohn Julian, 8 Jahre
“Ich kann Verena und Mira wirklich aus vollster Überzeugung empfehlen. Verena ist extrem einfühlsam und hat meinen Sohn einfach perfekt begleitet. Ich habe wirklich schon nach der ersten Einheit erste kleine Erfolge bemerkt und er liebt die Stunden mit Mira! Herzensempfehlung!!!”
Häufig gestellte Fragen bei Hundeangst
Ein Therapiebegleithund ist ein speziell ausgebildeter Hund, der gemeinsam mit seiner Bezugsperson in pädagogischen, sozialen oder therapeutischen Kontexten arbeitet.
Typische Einsatzorte sind zum Beispiel:
Damit ein Hund als Therapiebegleithund arbeiten darf, durchläuft er eine umfangreiche Ausbildung, die in der Regel 1 bis 2 Jahre dauert. Die Ausbildung umfasst nicht nur Gehorsam und Sozialverhalten, sondern auch das ruhige und sichere Verhalten in verschiedenen Alltagssituationen und das Zusammenspiel mit dem Menschen im Einsatz.
Zusätzlich gelten strenge Qualitätsstandards:
„Der Therapiehund ist ein mit seinem Halter und seiner Halterin für die therapeutische Arbeit ausgebildeter und geprüfter Hund, der durch gezielten Einsatz positive Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten von Menschen […] erzielen soll. Der Hund hilft durch seine Anwesenheit und ist Teil des therapeutischen Konzepts.“
— Richtlinien Therapiehunde, Präambel, Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, 2015
Unser Ziel ist es, Klientinnen Sicherheit im Umgang mit Hunden zu vermitteln. Unsere Arbeit verbindet Wissensvermittlung, gezielte Übungen und sichere Begegnungen mit Hunden. Jede Einheit wird individuell geplant und im Tempo der Klient:innen durchgeführt.
Eine Einheit dauert 45 Minuten mit dem Therapiehund. Diese maximale Arbeitszeit ist tierschutzrechtlich vorgegeben.
Nein. Es gibt keine Einheit, in der Sie etwas tun müssen, das Sie nicht möchten.
Viele Erwachsene setzen sich im Vorfeld unter Druck, den Hund streicheln zu müssen, als wäre das der Beweis, dass die Angst weg ist. Dabei sagt Streicheln nichts über den Erfolg aus. Den Hund ruhig beobachten, seine Körpersprache kennenlernen, sich schrittweise annähern oder ihn mit einem Kochlöffel füttern – das sind bereits große Schritte, die dem Gehirn helfen, die Angstreaktion abzubauen.
Der Kontakt entwickelt sich in Ihrem Tempo. Unser Ziel ist nicht maximaler Körperkontakt, sondern dass Sie sich in Alltagssituationen sicher fühlen.
. Unser Ziel ist nicht Körperkontakt, sondern dass Sie sich in Alltagssituationen sicher fühlen.
Nein. Das Gehirn bleibt ein Leben lang lernfähig. Wie lange eine Angst besteht, sagt wenig darüber aus, wie gut sie sich verändern lässt. Entscheidender sind die Bereitschaft, neue Erfahrungen zu machen, und der richtige Rahmen dafür.
Hundeangst ist ein individueller Prozess und wie schnell sich etwas verändert, lässt sich nicht vorhersagen.
Wenn Sie Angst vor Hunden haben, reagiert Ihr Gehirn – genauer gesagt die Amygdala – automatisch mit Alarm, weil es Hunde mit Gefahr verknüpft hat. Das passiert unwillkürlich, unabhängig davon, wie viel Sie rational wissen. In unseren Einheiten arbeiten wir gezielt daran, diese Verknüpfung durch positive, sichere Erlebnisse mit dem Hund schrittweise zu verändern. Das nennt man Expositionstraining.
Wir orientieren uns dabei an klaren Meilensteinen und passen die Intensität der Übungen laufend an Ihre Fortschritte an.
Wie Psycholog:innen, Physiotherapeut:innen oder Ärzt:innen dürfen wir kein Heilversprechen abgeben: Jeder Mensch startet mit anderen Voraussetzungen und reagiert unterschiedlich auf die Einheiten.
Was ich Ihnen zusichern kann: Sie werden in einem sicheren, respektvollen und ermutigenden Rahmen begleitet – mit viel Fingerspitzengefühl und Fachkompetenz.
Freunde, Familie oder Fremde meinen es gut, wenn sie bei einer Hundebegegnung sagen: „Der tut doch nichts.” Doch bei Hundeangst kann dieser Satz das Gegenteil bewirken, und ich möchte Ihnen kurz erklären, warum:
Die Angst ist in dem Moment ein reales Gefühl. Der Satz „Der tut nichts“ wirkt so, als würde man sagen: „Deine Angst ist unbegründet“. Das fühlt sich mitunter wie Nicht-Ernstnehmen an.
Sie können darauf z.B. antworten: „Ich glaube Ihnen, dass er freundlich ist, und mir ist wohler, wenn er etwas Abstand hält.”
Weitere konkrete Beispielsätze je nach Situation finden Sie im Leitfaden “Souverän reagieren bei Hundebegegnungen” (inkludiert in den Trainingseinheiten.)
Der Einstieg in unser Angebot erfolgt über ein Start-Paket mit drei Einheiten, das Sie ganz einfach direkt über unsere Website buchen können.
Nach der Buchung melden wir uns bei Ihnen für ein kurzes telefonisches Vorgespräch (ca. 15 Minuten). In diesem Gespräch besprechen wir die Ausgangslage, klären offene Fragen und vereinbaren gemeinsam die ersten beiden Termine.
Die drei Einheiten gestalten wir individuell. Ziel ist es, positive Erfahrungen mit dem Hund zu ermöglichen.
Nach Abschluss der drei Einheiten besprechen wir, wie es Ihnen ergangen ist, ob weitere Einheiten sinnvoll sind und – wenn ja – welche Schwerpunkte wir künftig setzen möchten.
Unsere Einheiten richten sich an Menschen, die sich in Alltagssituationen mit Hunden unwohl, unsicher oder ängstlich fühlen – unabhängig davon, wie stark die Angst ausgeprägt ist. Ob erste Skepsis oder langjährige Phobie: Wir schauen uns gemeinsam an, wo Sie stehen und was realistisch erreichbar ist. Bei ausgeprägter Angst arbeiten wir bei Bedarf mit Psycholog:innen zusammen.
Für Kinder und Jugendliche, haben wir spezialisierte Teams → Hilfe für Kinder mit Hundeangst.
Indem wir neue positive Erfahrungen kreieren, erlebt Ihr Kind, dass Hundebegegnungen schön sein können. Unser Ansatz baut auf den folgenden 5 Grundpfeilern auf:
Indem wir neue, positive Erfahrungen schaffen – und damit schrittweise beweisen, dass Hundebegegnungen sicher sein können. Unser Ansatz baut auf fünf Grundpfeilern auf:
Ein gewisses Maß an Angst ist in jedem von uns verankert. Diese Grundangst ein natürlicher Schutzmechanismus: er hilft uns, in gefährlichen Situationen achtsam zu sein.
Während eine gesunde Angst oft durch Respekt, geprägt ist, wandelt sie sich bei einer Phobie in eine ernsthafte Angststörung. Bei einer Hundephobie (Kynophobie) nimmt die Furcht vor Hunden übertriebene Ausmaße an.
Hundeangst kann durch verschiedene Erfahrungen entstehen, wie z. B. eine negative Begegnung mit einem Hund bzw. dem Halter, das Beobachten von aggressivem Verhalten oder das Erlernen von Ängsten durch das familiäre Umfeld. Oft spielt auch Unsicherheit eine Rolle, wenn Kinder keine Gelegenheit hatten, den Umgang mit Hunden zu lernen.
Betroffene erleben körperliche Symptome wie schwitzende Hände, Herzrasen und schnelle Atmung. Typisch für eine Hundephobie ist auch das Gefühl des Erstarrens, wenn ein Hund in die Nähe kommt.
Zwingen Sie sich nicht in Situationen, in denen Sie sich unwohl fühlen – das verstärkt Angst eher als dass es hilft. Hilfreicher ist es, langsam und in Ihrem Tempo positive Erfahrungen zu sammeln.
Ein paar konkrete Möglichkeiten:
Zunächst einmal: Ich verstehe Ihren Ärger in einer solchen Situation und es sollte erst gar nicht dazu kommen, dass Sie von einem Hund angesprungen werden, wenn Sie dies nicht möchten.
Wie reagiere ich, wenn ein Hund auf mich zuspringt?
Für viele Menschen ist es unangenehm, wenn ein Hund springt – besonders bei Unsicherheit oder Hundeangst. Das hat nachvollziehbare Gründe: der plötzliche Körperkontakt, der Schreck, das Gefühl der Grenzüberschreitung ohne Zustimmung.
Warum springen Hunde überhaupt?
Meistens steckt keine Aggression dahinter. Häufige Gründe sind Begrüßungsverhalten (Hunde wollen das Gesicht riechen, wie sie es bei Artgenossen tun), Aufregung und Freude, Aufmerksamkeitssuche oder fehlende Impulskontrolle; besonders bei jungen Hunden. Manchmal auch Unsicherheit: der Hund sucht Nähe zur Beruhigung.
Was hilft in dem Moment?
Sie müssen in diesem Moment weder freundlich sein noch irgendetwas erklären. Klarheit und Sicherheit gehen vor.
Ihnen steht ein Hund gegenüber, von dem Sie eine konkrete Attacke befürchten? Je nach Situation können Sie folgende Schritte unternehmen:
Hund & Herz hat sich darauf spezialisiert, Kindern und Erwachsenen zu vermitteln, wie sie sicher und souverän mit Hunden umgehen können. Unser staatlich geprüftes Therapiehundeteam Verena Mai und Mira ist bestens geschult und unterliegt regelmäßigen Prüfungen, tierärztlichen Checks und Fortbildungen.
Mit pädagogisch aufbereiteten Übungen fördern wir das Verständnis zwischen Mensch und Tier. Dabei legen wir besonderen Wert auf einfühlsame Begleitung, Freude an der Interaktion und den behutsamen Aufbau von Sicherheit im Umgang mit Hunden.
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